1999/2000 | Archiv
 

Seit vier Jahren sind die Eislöwen drauf und dran, die kärntner Eishockeyhochburgen in Villach und Klagenfurt zu erobern. Heuer erkämpten sie Rang Drei in der Meisterschaft! Superleistung der Schüler des WEV. Nachdem Vizemeistertitel in der Saison 1998/99 holten die jungen Eislöwen nun erneut einen Spitzenplatz in der Meisterschaft: dritter Rang! Betreuer Alfred Lhota: „Obwohl es nicht für den zweiten Platz gereicht hat, ist dieser dritte Rang ein schöner Erfolg. Wenn man bedenkt, dass die Kärntner seit Jahren die Schüler-meisterschaft beherrschen und wir hier in Wien bis vor drei Jahren nicht einmal auch nur annähernd an die Buben aus dem Süden herankamen, so ist dieser dritte Rang gar nicht hoch genug einzuschätzen!" Wer die Kärntner Eishockeyszene kennt, weiß: Sobald dort unten die Seen zugefroren sind, flitzen die Kinder schon mit fünf Jahren mit einem Schläger in der Hand über die Eisflächen. Eishockey ist nach dem Skifahren Kärntens beliebtester Wintersport. Lange waren die Schüler in Wien weit hinter den Leistungen der Kärntner zurück. Seit Trainer Michael Malek die Geschicke der Buben lenkt, ist das anders. Vor vier Jahren gelang es Malek die WEV-Schüler so umzuformen, dass aus einer mäßigen Nachwuchsmannschaft ein ernsthafter Gegner geworden ist, der jetzt sogar Villach auf Rang vier verweisen konnte. „Ein Riesen-erfolg. Diesmal hatten die Feldkircher die Nase beim Spiel um Platz zwei vorne. Aber Villach zu schlagen, war für uns fast wie ein Titel! In einem Auswärtsspiel nach 46 Sekunden 1:0 zu führen, dann 1:4 in Rückstand zu geraten und am Ende noch 5:4 zu gewinnen ist einfach Wahnsinn." Trainer, Betreuer und Spieler waren im Wechselbad der Gefühle. Betreuer Lhota euphorisch: „Die Mannschaft hat unheimlichen Kampfgeist bewiesen. So ein Spiel noch umzudrehen, ist einfach Extraklasse!" Und nun geht es für die Schüler bis April in die Trainingspause, dann beginnt wieder die Vorbereitung für die Meisterschaft 2000/01. Das Ziel für die kommende Meisterschaft? Trainer Malek: „Ich möchte mit den Schülern in der nächsten Saison um den Titel mitspielen. Das wird nicht einfach. Immerhin spielen außer dem KAC, Villach auch noch Feldkirch und die Graz 99ers mit. Und das ist für die Buben mindestens genauso eine Knochenmühle wie der Meisterschaftsmodus in der Kampfmannschaft!" Auch die WEV Vipers - sie sind etwas jünger (bis zehn Jahre alt) -haben heuer schöne Erfolge erzielt. Beim Dreikönigsturnier holten sie („WEV live" berichtete) den zweiten Platz. Die Organisation und Leitung des Nachwuchses hat Wilhelm Göppert übernommen, die sportliche Leitung Jorma Siitarinen. Aber ohne den guten „Geist" Andrea Lhota im Sekretariat und ohne Monika Kink, die über die Finanzen wacht, könnten die mehr als 200 Nachwuchsspieler nicht ordentlich trainieren und ihre Fahrten zu den Auswärts-spielen absolvieren. Dafür an alle, die im Nachwuchsbereich heuer Großes geleistet haben, ein Riesendankeschön!

1. Reihe (von links): Co-Trainer Peter Klofant, Manuel Latuser, Patrick Harand, Philipp King, Gerald Hikl, Lorenz Gareis, Andreas Stipsits, Lukas Krenn, Wolfgang Mandl, Oliver Köllner, Bernhard Eineder, Xaver Kollegger, Mikael Pierron, Mark Koran, Trainer Michael Malek, Betreuer Alfred Lhota.
2. Reihe (von links): Patrick Privoznik, Lukas Neuhold, Martin Fehringer, Oliver Berger, Raymond Bitton, Patrick Klimovic. Vorne liegend: Marek Sykora, Albert Trejbal


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